Stephan Marienfeld, Little Can, Stainless Steel, polished, 68 x 20 cm, unique copy
Der Bildhauer Stephan Marienfeld war lange Zeit Assistent bei Prof. Tony Cragg. Von ihm, so sagt er selbst, »hat er den meisterlichen Umgang mit unterschiedlichsten Materialien gelernt.« Stephan Marienfelds Formensprache ist daher vielfältig, seine »Bondages« kreiert er aus Bronze, Aluminium und Polyester. Edelstahl, Beton und Kupfer kommen ebenso zum Einsatz. Neben dem Material Edelstahl umhüllt Marienfeld seine Skulpturen auch mit Polyester, die im ausgehärteten Zustand gefärbt und zumeist auf Hochglanz poliert werden. Somit erweitert die neue hybride Form mit ihrer spiegelnden Oberfläche die fassbare Realität. Und dennoch: Perfektion der Ausführung und industrielle Glätte der Oberfläche korrespondieren mit einer konzeptuell angelegten Vieldeutigkeit. In den Serien wie »Dislike«, »Bondage« und »Blow Up« setzt der Künstler als Kontrast zu dem oft glatt polierten oder auch rohen Material raue oder auch farbliche Seile, die die rundlichen Objekte zusammenbinden und somit extreme Spannungen suggerieren. Es entsteht der Eindruck, als wollten die Formen zwischen der straffen Bindung des Seiles hervorquellen. Zum anderen erinnern die blasenhaften ausgestülpten konvexen und konkaven Wölbungen an menschliche Rundungen und Gelenke. Die Assoziation an den Fetisch-Bereich wird geweckt. Und tatsächlich bezeichnet der Titel »Bondage« die erotische Fesselkunst, die durch den japanischen Fotografen Araki in der Kunstwelt zum Thema geworden ist. Die Skulptur scheint zur Figur zu werden, die ohne Luft zum Atmen zum Bündel zusammengeschnürt einem fremden Willen ausgeliefert ist. Seine Edelstahlwerke aus der Serie »cans« lassen den Betrachter durch Licht und Spiegelung Teil des Kunstwerkes werden. Der menschliche und skulpturale Körper vereinen sich und werden gemeinsam im Raum verortet.
solo shows
2003: Galerie des Westens, Bremen, Stadtmuseum Hattingen
2006: Galerie Wild, Frankfurt
2007: Kunstverein Hattingen
2008: Kunsthalle Rotterdam
2010: Galerie Filser & Gräf, München, Zeche ‚Unser Fritz‘, Herne, Galerie kunstraum, Essen
2011: Kunstverein Lemgo
2012: Galerie Ulf Larsson, Köln, Burg Lüdinghausen, Kunstverein Ahaus
2013: Galerie Filser & Gräf, München, Galerie KUNSTHAUS, Hannover, Galerie Ulf Larsson, Köln, Stadtwerke Witten
2014: Galerie Filser & Gräf, München, Galerie Hiestand, Landau/Pfalz
2015: Leinfelder Ingenieure, Alte Pumpenstation Haan
group exhibitons:
2002: ESSENZ, Neuss, KUBO, Herne
2004: Gustav Lübcke Museum, Hamm, Galerie kunstraum, Essen, Stadtmuseum Hattingen
2007: Kunstverein Hattingen, Stadtmuseum Hattingen, Galerie kunstraum, Essen
2009: Galerie Filser & Gräf, München, Berliner Kunstsalon, Galerie kunstraum, Essen
2010: DEUBAU, Essen, Kunstverein Gelsenkirchen
2011: Galerie KUNSTHAUS, Hannover, Galerie Dietzschold, Sydney
2012: Galerie kunstraum, Essen, Galerie Ulf Larsson, Köln, Galerie KUNSTHAUS, Hannover, Galerie Nolte, Münster
2013: Galerie Ulf Larsson, Köln, Galerie KUNSTHAUS, Hannover, Galerie Filser & Gräf, München, Skulpturenpark Mörfelden-Walldorf, DEW 21 Kunstpreis, Kunstmuseum Dortmund, GemlucART, Monaco, Pinakothek der Moderne, München
2014: ‚verknotet verbunden verformt‘ Seligenstadt, Pinakothek der Moderne, München, Skulpturenpark Interart, NL, Galerie Filser & Gräf, München, Galeria-K, Palma/Mallorca
2015: Galerie Floss & Schultz, Köln, Galeria-K, Palma/Mallorca
Collections:
CALDIC COLLECTIE, Wassenaar, NL
Sammlung Prinz von Bayern, München
Nationalbank Essen
Sammlung JAB Architekten, Münster
Sammlung Hempel, Genf
Sammlung Neuhaus-Galladé, Witten
Sammlung Ostermann, Witten